VPN

Nov. 6, 2016

Technischer Datenschutz: Anonymes VPN

Wer im Internet unterwegs ist hat eine eindeutige IP-Adresse zugeordnet, an die Webseiten und andere Dienste die Daten schicken. Die Adresse, die sich üblicherweise nur einmal am Tag ändert, kann benutzt werden um einen durchs Web zu verfolgen.
Im Zuge der Vorratsdatenspeicherung sind Internetprovider verpflichtet die Zuordnung der Adresse zu einer Person längere Zeit zu speichern.

Hier hilft ein VPN-Anbieter. Ein typisches Privacy-VPN kostet zwischen 5 und 15 Eur im Monat, wobei es häufig Rabatt gibt wenn man es für einen längeren Zeitraum bucht.

Übersicht
Typ: Dienstleistung, Software
Aufwand: Einmalige Installation
Komplexität: Mittel
Kosten: 5-15 Eur im Monat
Schützt vor: Tracking über die IP, unsichere Netzwerke

Bei einem Privacy-VPN muss man dem Anbieter den man wählt vertrauen, dass er das Versprechen nichts aufzuzeichnen einhält.
Der Anbieter selber hat einen Ruf zu verlieren und auch selber ein Interesse daran bei Anfragen sagen zu können "Wir speichern nichts", aber als Kunde hat man keine Möglichkeit zu prüfen ob es stimmt. Daher werde ich hier auch keinen einzelnen Anbieter empfehlen.

Wogegen hilft ein VPN?
Normalerweise verbindet sich der Computer direkt mit der angesuften Seite. Dabei kann der eigene Internetanbieter alles1 mitlesen und die Seite sieht eine IP-Adresse die zu dem Zeitpunkt dem Internetanschluss fest zugeordnet ist.
Über die IP-Adressen können unterschiedliche Seiten feststellen, dass der gleiche Nutzer sie besucht und wenn sich der Nutzer zum Beispiel ein öffentliches WLAN benutzt können alle Leute im gleichen WLAN seine Daten ebenfalls mitlesen.

Wie funktioniert ein VPN?
Benutzt man ein VPN, werden die Daten zunächst verschlüsselt zum VPN-Anbieter geschickt und von dort aus mit einer Adresse des Anbieter zur angesurften Seite. Der Anbieter verspricht, dass er nicht speichert welche Adresse des Kunden welche Adresse des Anbieters benutzt hat.
Bei den meisten Anbietern teilen sich mehrere Kunden eine Adresse des Anbieters, was die Anonymität weiter erhöht.

Damit ist die Verbindung gegen die Lauscher im WLAN und beim eigenen Internetanbieter geschützt, weil sie bis zum VPN-Anbieter verschlüsselt ist. Ab dort wird sie normal zur Zielseite weitergeleitet.
Da der Anbieter die Daten weiterleitet sehen die Webseiten nur noch die Adresse des Anbieters und nicht mehr die echte Adresse des Nutzers.. Dadurch können sie den Nutzer nur bis zum VPN-Anbieter zurückverfolgen, der wiederum keine Daten gespeichert hat die eine Zuordnung ermöglichen.
Dadurch, dass mehrere Nutzer die gleiche Adresse benutzen wird es außerdem schwierig einen einzelnen Nutzer im Web zu verfolgen.

Wo finde ich ein gutes VPN?
Das wichtigste bei einem VPN ist Vertrauen: Man muss seinem Anbieter vertrauen, dass er wirklich keine Zuordnung von VPN-Adresse zu echter Adresse speichert und dass er selber nicht mitliest2. Außerdem gibt es Unterschiede beim Preis, darin wieviele Geräte gleichzeitig das VPN benutzen können und Spezialfunktionen die nur einige Anbieter haben.

Weil das Vertrauen in den Anbieter der wichtigste Faktor ist, sollte jeder selber entscheiden, welches VPN er benutzt. Um sich ein gutes Bild zu machen führt das Onlinemagazin Torrentfreak einmal im Jahr Interviews mit verschiedenen VPN-Anbietern und es gibt eine Seite mit Vergleich der wichtigsten Eigenschaften, die ich beide als Hilfe zur Wahl des passenden VPNs empfehlen kann:

Als weiteres Entscheidungskriterium empfehle ich die Privatssphärenerklärung des Anbieters genau zu lesen. Im Allgemeinen gilt "je kürzer, desto besser".
Wenn dort 10 verschiedene Fälle stehen unter welchen Umständen sie doch aufzeichnen ist ein schlechtes Zeichen. Wenn dort nur steht "We will never log anything under any circumstances" ist das ein gutes Zeichen.

Wie benutze ich ein VPN?
Die meisten VPN-Anbieter haben eine eigene Software und häufig auch Apps, die nur installiert werden müssen. Diese Zugangssoftwares sind normalerweise sehr leicht zu bedienen.
Mehr Details zur jeweiligen Software sind meistens auf der Homepage des Anbieters den man sich ausgesucht hat zu finden.

Fußnoten

1) Alles was nicht anderweitig vor dem versenden schon verschlüsselt ist.
2) Ein VPN-Anbieter kann so viel mitlesen, wie der eigene Internetanbieter oder jemand im gleichen WLAN mitlesen kann wenn man kein VPN benutzt.

Kategorien Vorratsdatenspeicherung Datenschutz Verschlüsslung Überwachung
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Feb. 1, 2014

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