Maximum

Juli 22, 2020

Der ultimative Maximum Ride Spoiler

Achtung Spoiler für die Maximum Ride Serie.

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Spoilerschutz

Ab hier folgen Spoiler

<-- SPOILER SCHUTZ ENDE -->

Hier kommt der ultimative Spoiler für die Maximum-Ride Serie. Das ist einfach, denn die Bücher erzählen (leider) immer wieder das gleiche, die Charaktere machen die gleichen Fehler und viele Handlungsstränge werden nie aufgelöst.

Buch 1-3: In jedem Buch jagen die Weißkittel die Vogelkinder, indem sie Mutanten oder Roboter erschaffen. Ari greift sie an und stirbt, aber keine Sorge im nächsten Buch ist er wieder da. Am Ende wird ein global agierendes Unternehmen von Kindern die Steine werfen zum Aufgeben gezwungen.

Buch 4-7: In jedem Buch erschafft ein jeweils neuer Superschurke Mutanten oder Roboter um die Vogelkinder zu jagen, töten oder verkaufen. Fang verlässt den Schwarm obwohl er gesagt hat, dass er es nie wieder tut, und stirbt dann, aber keine Sorge am Ende des Buchs lebt er wieder. Außerdem bringt Dylan Max in Gewissensnöte.

Buch 6-8: In jedem Buch gibt es einen neuen Todeskult, der die Menschheit ausrotten will. Nachdem jeweils eine Versammlung des Kults gesprengt wurde ist das Problem bis zum nächsten Buch gelöst.

Ende Buch 8: Max hat versagt und stirbt. Moment! Es gibt noch einen Epilog der zeigt, dass Max noch lebt aber schließlich doch stirbt. Und weil Max natürlich nicht sterben darf gibt es noch einen weiteren Epilog.
Max lebt doch noch und bleibt sogar am Leben. Mit einer völlig vernichteten Welt bricht die Zeit von Maximum Ride an. Alle sind Freunde und es muss auch keine Machtspiele zwischen verschiedenen Anführern mehr geben.

Buch 9: James Patterson hatte anscheinend doch wieder Lust auf ein Maximum Ride Buch. Das Buch spielt zwar nach der Apokalypse, aber wir haben einen neuen (alten) Superschurken und neue Mutanten/Roboter, welche Vogelkinder jagen.
Es sind auch doch nicht mehr alle Freunde, die Anführer zerstreiten sich und Fang verlässt den Schwarm obwohl er gesagt hat, dass er es nie wieder tut. Außerdem stirbt er und lebt am Ende des Buchs doch wieder.. Immerhin bringt Dylan Max nicht mehr in Gewissensnöte.
Ach ja, im Epilog wird die Idylle in der die Mutanten nun leben nachdem sie vier Jahre lang nuklearen Winter abgewartet haben beschrieben. Was für eine schöne Welt.


Genug gelästert. Eigentlich hat mir die Serie gut gefallen.

Umso mehr hat es mich gestört was Patterson daraus gemacht hat. Gute Charaktere und ein Potential für tolle Bücher wurden in den späteren Büchern verschwendet um die immer gleiche Geschichte nach Schema F neu zu erzählen.

Der Weltuntergang wieder immer wieder neu aufgebaut um ihn dann weder stattfinden zu lassen noch abzuwenden. Der Bogen zum Vorwort, in welchem dem Leser angekündigt wird dass die Informationen in den Büchern für ihn persönlich relevant werden, wird nicht geschlagen, welcher meiner Meinung nach ein offenes Ende in der Gegenwart bedeuten würde.

Eine mögliche Auflösung wäre gewesen die Apokalype durch die 99-Prozenter entweder final abzuwenden indem Max die Welt rettet, wie ihr immer angekündigt wurde, oder tatsächlich Max scheitern zu lassen.
Danach könnte sie entweder das Volk der Mutanten nach der Apokalypse anführen, oder tatsächlich sterben, wie es ihr zwischenzeitlich prophezeit wurde. Allerdings hat Patterson anscheinend zu viel Angst Leser zu vergraulen, wenn er Charaktere sterben lässt.
Außer Maya, die gerade dann sterben musste als sie anfing zu einem guten Charakter zu werden, natürlich.

Das Ende von Nevermore ist schließlich mehr als abrupt. Die Geschichte baut eine Pandemie in der Welt auf und plötzlich wird das ganze irrelevant weil aus dem nichts ein Meteor einschlägt und die Welt fast komplett auslöscht. Dazu werden dann noch notdürftige offene Fäden zusammengeführt wie zum Beispiel wo Max' innere Stimme herkommt, in einer Weise die in den früheren Büchern eindeutig nicht so angelegt wurde.

Nachdem ein Unhappy End Patterson anscheinend nicht gefallen hatte, wurde genauso schnell wie der Tod durch den Meteor kam Max dann natürlich gerettet und die Welt in den Trümmern zu ihrem persönlichen Paradies erklärt, nachdem sie in zwei tragischen Enden vorher doch nicht gestorben ist.

Das allerletzte Buch gibt sich dann alle Mühe die abgeschlossene Geschichte wieder aufzureißen. Zum Meteor wurden plötzlich Atombomben dazugedichtet, ein altbekannter Superschurke hat das ganze sorgfältig geplant und alles ist bereit für ein neues Buch nach Schema F.
Die Idyllische Welt nach der Apokalypse ist anscheinend doch nicht so harmonisch und der Streit zwischen den Anführern besteht nach wie vor. Das Ende ist fast noch unbefriedigender als in Buch 8, aber immerhin lässt Patterson so viel Zeit vergehen, dass er keine dritte Verlängerung nachschieben kann.


Ein kleiner Ausblick ohne nennenswerte Spoiler: Hawk fängt besser an als Maximum Ride aufgehört hat.

Das Buch, welches offensichtlich deutlich mehr als Erwachsenenbuch geschrieben wurde, fängt richtig gut an und baut die Charaktere gut auf. Ich denke dass es ab der Mitte etwas schwächelt wo doch einiges wieder nach dem alten Schema erzählt wird.

Ansonsten scheint die Timeline nicht ganz konsistent bei dem welche Person wie alt war bei bestimmten Ereignissen, und in der Mitte des Buches gibt es eine Szene in der gleich zwei Handlungsfäden vom Ende eines Kapitels zum Anfang des nächsten Kapitels aufhören und es mit dem was danach passiert weitergeht.

Zu den Dingen die im Plot offen bleiben kann man noch nicht viel sagen, weil das Buch anscheinend als Beginn einer neuen Reihe angelegt ist, welche dann ja die Chance hat die offenen Fäden weiterzuführen.

Kategorien: Allgemeines
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