Nov. 9, 2007

Schäuble vergleicht Klagen für mehr Freiheit mit Hitler

"Unvergleichlich. Außer mit Hitler vielleicht." (ahoi polloi) Herr Schäuble provoziert mit diesem geschmacklosem Hitlervergleich:
Wir hatten den 'größten Feldherrn aller Zeiten', den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten
Wenn jemand Hitler-Vergleiche bringen möchte, sollte er sich doch bitte überlegen wie effizient der heutige Überwachungsstaat damals ausgenutzt worden wäre. Ein paar Ideen:
  • Juden im Hinterzimmer verstecken? Ne, wenn der mal rausgeht ist er ja auf der Überwachungskamera zu sehen, und man hängt schnell mit drin.
  • Telekommunikation für die Verfolgten unmöglich, da sie sonst geortet würden.
  • Verfolgung mit Fingerabdrücken aus dem Pass
  • ... mit gesammelten Gendaten (oder eventuell auf auf Basis bestimmter Gene?!)
  • und noch vieles mehr, was nur einem Gewaltherrscher selber einfällt.
Eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht mit Hitler zu vergleichen zeigt allerdings auch, was Herr Schäuble von diesem demokratischem Mittel hält. Netzpolitik fordert einen Rücktritt, aber eigentlich wäre es mal an seiner Partei den Rücktritt zu fordern. Und das schon seit den letzten paar Äußerungen.

[UPDATE] Heise hats jetzt auch. Und im Forum weist der Ak-VDS darauf hin, dass wir uns jetzt nicht auf Schäubles Niveau begeben sollten. Dem kann ich komplett zustimmen, Anspielungen auf seine Behinderung habe ich noch nie gut gefunden. Ich bin gegen seine Meinung, nicht gegen seine Person oder gar gegen Behinderte.

Kategorien Politik Überwachung Demokratie
Tagged Schäuble Hitler Hitlervergleich geschmacklos
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1 Kommentar

Kommentare
Nov. 21, 2007 23:12 - laxu » Blog Archive » Rücktritt Schäub

[...] dem denkbar unpassenstem Vergleich werden jetzt auch andere Politiker gegen Schäuble aktiv: Die FDP-Innenexpertin Gisela Piltz hat [...]


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