TrueCrypt 5.0
Truecrypt 5.0 ist freigegeben worden.Statt wie bisher nur Container oder Daten-Partitionen kann jetzt die Windows-Systemplatte komplett verschlüsselt werden, wobei dann beim Start ein Passwort erforderlich ist. Das beugt z.B. einem Austauschen von TrueCrypt auf der Bootplatte mit dem Ziel Passwörter mitzuschneiden vor. Da hilft auch ein heimlicher Offline-Trojanereinsatz nicht gegen.TrueCrypt unterstützt sogenannte Hidden Volumes, welche in einem normalem Volume sein können, oder nicht. Dadurch dass sich nicht nachweisen lässt ob eines enthalten ist, könnte sich ein Nutzer der zur Passwortübergabe gezwungen wird herausreden er hätte kein Hidden Volume genutzt. Das Konzept an sich ist eine gute Idee, ich halte es jedoch aus den Folgenden Gründen für nicht ganz unkritisch:
- In einem Rechtsstaat ist es ein gutes Recht eine verschlüsselte Partition zu haben, ohne irgendein Passwort rauszurücken.
- Rechnet tatsächlich jemand mit Beugehaft, Folter oder ähnlichem, sollte er bei einer Software in der etwas wie "hidden Volumes" möglich ist besser auch ein hidden Volume haben, da der Folterknecht sicher solange foltert bis er zwei Passwörter bekommt.
- Die meisten die ein Hidden Volume haben werden bei einer Folter sowieso schnell beide Passwörter rausrücken, wer kein Zweites hat wird eventuell deswegen länger als "nötig" gefoltert.
- Die wenigsten werden im äußerem Container realistische Daten haben, sondern z.B.:
- 50 MB Dateien in 100 GB Container.
- Timestamp der Dateien mehrere Monate alt, obwohl das Volume gestern noch genutzt wurde.
- Daten sehen nicht schützenswert aus (da der Nutzer diese ja pflegt um sie freimütig herauszurücken)
| Kategorien | Überwachung Verschlüsslung Linux OpenSource Windows Software |
|---|---|
| Tagged | TrueCrypt HiddenVolume Komplettverschlüsslung |
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2 Kommentare
Anders kann man das wohl nicht mehr nennen: 