Sept. 4, 2007

Social Networking Missbrauch

Man gibt nicht jedem seine persönlichen Daten. Sollte klar sein. Auf der Straße würde kaum wer seine persönlichen Daten einem Fremden erzählen. Und bei einem Fremden sind sie vermutlich besser aufgehoben als in einem Computer, wo sie systematisch abgerufen und durchsucht werden können.

Einerseits verraten zu freizügige Profile völlig Fremden Dinge, die man vielleicht doch nicht so öffentlich haben wollte. Dazu zwei ganz passende Kurzfilme:

Neben dem Missbrauch durch "no so funny people" berichtet Netzpolitik jetzt über professionellen Datenmissbrauch:
Das US-Start-up Rapleaf hat ein System entwickelt, bei dem per Webcrawler die Nutzerprofile diverser Social-Networking-Seiten ausgelesen werden. Diese Daten werden dann nach verschiedenen Kriterien sortiert und an Vermarktungsfirmen weiterverkauft. Insbesondere wird dabei auf die Nutzerdaten der Webseiten Facebook, Myspace und Linkedin zugegriffen.

Die Ausgabe der gesammelten Informationen erfolgt auf verschiedenen Wegen. So kann man auf Rapleaf nach Eingabe einer E-Mail-Adresse den Namen, das Alter und andere Daten zum sozialen Netzwerk einer Person erhalten.

[mehr auf Netzpolitik.org]

Daten sind kostbar. Je mehr jemand über einen weiß, desto mehr kann er ihn ausnutzen. So könnten die Daten für besser personalisierten SPAM genutzt werden. Wer im Betreff schon seinen Namen sieht, denkt vieleicht eher, dass es eine persönliche E-Mail ist. Schlimmer noch, mit den Beziehungsdaten aus sozialen Netzen kann sogar ein plausibler Absender vorgetäuscht werden.

Neben SPAM könnten auch Betrüger die Daten ausnutzen. Vieleicht hilft die eine oder andere Angabe im Profil dabei die Sicherheitsfrage einer Seite zu beantworten? Oder der Betrüger meldet sich plausibel unter dem Namen des Opfers irgendwo an, und kann dank genauem Profil alle Angaben echt erscheinen lassen.

Denkbar ist viel, daher ist der einzige sinnvolle Rat: Keine Angaben machen, die nicht öffentlich sein sollen.

[UPDATE] Darkster schreibt über eine Sophos Studie die belegt dass 41% der Facebook User völlig fremden persönliche Daten geben würden. Da möchte man nicht wissen, wie es hierzulande bei StudiVZ oder ähnlichen Seiten aussieht.

Kategorien Sicherheit Datenschutz
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5 Kommentare

Kommentare

Sept. 5, 2007 13:40 - Darkster

Moin, ich bin genau dieser Meinung und denke, dass zu viele Informationen über einen im Netz nicht gut sind. Durch diese Informationen lässt sich, wie du geschrieben hast, prima individueller Spam verschicken oder man kann es zum Social Engineering einsetzten. Viele der Arbeitgeber verwenden auch div. Suchmaschinen um mehr Informationen über den Arbeitssuchenden herauszufinden. Da macht sich das natürlich ungünstig, wenn man z.B. bei StudiVZ als "Hobbies" verzeichnet hat: "Faulenzen, Saufen,.." Nebenbei bei den Videos sind es beides mal die selben Links. Gruß

Sept. 5, 2007 21:50 - allo

Ja, die Videos sind gutes Doku-Material für alle die es sonst nicht verstehen. Der Link vom zweiten ist jetzt korregiert.

Sept. 9, 2007 13:36 - The most dangerous site on the web? » darkst

[...] geht im Groben genau, wie bei laxus Beitrag um den Missbrauch von Social [...]

Dez. 4, 2007 18:28 - laxu » Blog Archive » Social Networkin

[...] ich schon einmal ausführlicher über Social Netzworking Missbrauch schrieb, stellt sich nun heraus, dass Facebook selber sogar weit mehr Daten erfasst als bisher [...]

Feb. 26, 2008 16:26 - laxu » Blog Archive » Suchworte

[...] network missbrauch“ Immernoch ein Häufiges Suchwort. Im Artikel dazu sind zwei schöne Videos verlinkt, die deutlich machen warum man manche Dinge lieber nicht online [...]


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